Weltreise zweite Etappe – Bangkok

Ich war nicht das erste Mal in Bangkok und wußte, was auf mich zu kommt. Trotzdem bin ich von Bangkok jedes Mal wieder aufs Neue überrascht. Bisher hatte ich meist dienstlich in dieser Stadt zu tun und war entsprechend in den Business-Hotels abgestiegen. Diesmal hatte ich mir das Backpackerviertel Khaosan ausgesucht. Bei der Ankunft im Hotel ein riesen Schreck: Das Viertel ist nicht nur Backpackerviertel sondern eine einzige große Partymeile mit entsprechender Lautstärke. Doch überraschenderweise erwies sich das Hotel nicht nur als ausgesprochen modern und praktisch sondern trotz der Lage als sehr ruhig. Von der lauten Musik war selbst während der Poolparty im Hotel fast nichts zu hören. Umgekehrt erwies sich die Lage aber als sehr positiv: die wichtigsten Sehenswürdigkeiten kann man zu Fuß erreichen, der Anleger für das Expressboot ist nur etwa 300m entfernt, so dass man Bangkok von hier sehr schnell erobern kann. Außerdem sind in direkter Umgebung des Hotels jede Menge Restaurants, auch wenn die alle die gleiche Speisekarte haben.

Ansonsten ist Bangkok noch genauso chaotisch, schmutzig, stinkend, laut, brodelnd und liebenswert wie früher. Man wird von jedem Tuktuk-Fahrer und Verkäufer übers Ohr gehauen, aber so charmant, dass man es gerne in Kauf nimmt. Und anders als Dubai ist diese Stadt gewachsen, in sich und an sich selbst. Sie funktioniert – immer irgendwie – für alle, und was nicht geht wird gerne gehend gemacht. Sie funktioniert nicht nur für reiche, wenn auch nicht für jeden gleich gut. Genau das ist es aber wohl, was ich an der Stadt so mag. Sie nimmt einen auf und es findet sich für jeden ein Platz an dem er sich wohl fühlt.

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